Die britische Polizei hat fünf Terrorverdächtige nach einem Vorfall nahe einem Luftwaffenstützpunkt freigelassen

28. September 2026 · 1 Min. Lesezeit

Rückansicht eines britischen Polizeiautos mit blinkenden blauen Lichtern auf einer Stadtstraße, die die Rechtsdurchsetzung gewährleistet.
Foto: Watford London Media / Pexels

Die britische Anti-Terror-Polizei hat fünf Männer, die am Sonntag wegen des Verdachts auf die Vorbereitung eines Anschlags auf einen Luftwaffenstützpunkt festgenommen worden waren, am Montag unter Auflagen freigelassen. Wie Laurence Taylor von den Ermittlungsbehörden mitteilte, erfolgte die Entlassung nach umfangreichen Befragungen. Das bedeute jedoch nicht, dass die Ermittlungen abgeschlossen seien. Die Verdächtigen im Alter zwischen 23 und 25 Jahren besitzen alle die britische Staatsangehörigkeit.

Die Männer unterliegen laut Polizei weiterhin „strengen Auflagen“ zu ihrem Aufenthaltsort und ihren Kontakten zu anderen Personen. Geprüft wird unter anderem, ob die Verdächtigen „im Auftrag eines anderen Staates“ agierten, wobei auch Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz im Raum stehen. Britische Medien und eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle berichteten über eine mögliche Verbindung zum Iran, während ebenso eine russische Sabotageaktion oder ein islamistisches Motiv als Möglichkeiten genannt wurden.

Ausgangspunkt der Festnahmen war ein Vorfall in der Nacht auf Sonntag nahe dem Militärflugplatz Fairford im Südwesten Englands. Die Polizei rückte aus, nachdem Hinweise auf verdächtige Fahrzeuge eingegangen waren, darunter drei große weiße Transporter auf dem Weg zur Basis. Eine Zeugin berichtete zudem, sie habe eine Gruppe verhüllter und maskierter Personen gesehen, die auf Felder rannten. Der Stützpunkt der Royal Air Force wird auch von US-Streitkräften für Angriffe im Krieg gegen den Iran genutzt.

US-Präsident Donald Trump sagte, die Verdächtigen hätten der Basis „schweren Schaden zufügen“ wollen und seien bereits zuvor im Visier von Behörden gewesen. Die iranische Botschaft in London wies jegliche Verwicklung „aufs Schärfste“ zurück und sprach von böswilligen Spekulationen. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting bezeichnete Spekulationen über Motive als „sehr unklug“. Premierminister Andy Burnham berief für Montagnachmittag eine Krisensitzung des Cobra-Gremiums mit Regierungsmitgliedern, Polizei und Geheimdiensten ein.

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