Die Grünen starten bundesweite Kampagne gegen einen Rechtsruck

vor 1 Stunde · 1 Min. Lesezeit

Ein Citilink-Flugzeug, das tagsüber auf der Landebahn geparkt ist und seine leuchtend grüne Lackierung zeigt.
Foto: Jeffry Surianto / Pexels

Die Bundespartei der Grünen hat in einer Veröffentlichung vom 29. September 2026 eine Kampagne gegen einen Rechtsruck in Österreich angekündigt und sich als Gegenkraft zu einer Kanzlerschaft von FPÖ-Chef Herbert Kickl positioniert. Grünen-Chefin Leonore Gewessler will nach Angaben der Partei das weltoffene Lager anführen. In der Erklärung übten die Grünen scharfe Kritik an den anderen Parteien und warfen ihnen Untätigkeit gegenüber der FPÖ vor.

In den kommenden Wochen wollen Politikerinnen, Politiker und Aktivisten der Grünen in ganz Österreich an Haustüren das direkte Gespräch mit der Bevölkerung suchen. Ziel der Hausbesuche sei es, den Bürgern zuzuhören und konkrete Lösungen vorzulegen. Wer vor Ort nicht erreicht wird, kann Anliegen über die Kampagnenseite gruene.at/alternative übermitteln.

Inhaltlich griff die Partei sowohl die ÖVP als auch die SPÖ direkt an. Der Volkspartei unterstellten die Grünen, der FPÖ und ihrem Umfeld nach der nächsten Wahl das Kanzleramt überlassen zu wollen. Der SPÖ warf die Parteispitze vor, in Oberösterreich, Kärnten, der Steiermark, Niederösterreich und Salzburg keine klare Abgrenzung mehr zu zeigen und als Vize für blaue Landeshauptleute bereitzustehen. Die Parteien säßen wie das Kaninchen vor der Schlange und warteten ab, bis die FPÖ gewinne.

Die Freiheitlichen wurden in der Aussendung als Partei bezeichnet, die von einer Verschlechterung der Lebensumstände der Menschen für die eigenen Umfragewerte profitieren wolle. Die Grünen verwiesen darauf, in Umfragen zuletzt deutlich zugelegt zu haben, und nannten gruene.at/alternative als Anlaufstelle für die Beteiligung an den Hausbesuchen.

Mehr zum Thema

Weitere Meldungen