Hitzesommer kostet EU-Landwirtschaft bis zu 17 Milliarden Euro

28. September 2026 · 1 Min. Lesezeit

Atemberaubende Luftaufnahme der Weinberge in Burgos, die die rote Erde und die grünen Reben zeigt.
Foto: Mike Art 🎥 Visual Creator | Photography and Video 📸 / Pexels

Der Sommer mit Hitze, Dürre und Bränden hat die Landwirtschaft in Europa stark getroffen und verursacht im EU-Agrarsektor Schäden von geschätzt 14 bis 17 Milliarden Euro. Diese vorläufige Zahl gab EU-Agrarkommissar Christophe Hansen nach einem Treffen der Minister in Brüssel bekannt. Das genaue Ausmaß der Einbußen werde sich zeigen, sobald die Ernte abgeschlossen ist.

In Österreich schätzte die Hagelversicherung den Dürreschaden unlängst auf rund eine Milliarde Euro. Zu den zentralen Problemen gehört der Mangel an Futtermitteln, da witterungsbedingt nicht genügend Gras gewachsen ist, was den Viehhaltern Schwierigkeiten bereitet. Auch andere Mitgliedsstaaten verzeichnen Rückgänge: In Deutschland sank die Erntemenge beim Getreide laut der Erntebilanz im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent.

„Die Landwirte sind die ersten Opfer des Klimawandels und der Klimawandel ist da - und wird leider auch bleiben“, sagte Hansen. Es brauche mehr Investitionen in die Wasserspeicherung und zugleich ein präzises Bewässern, um Wasser zu sparen. Der Luxemburger sprach sich zudem für eine Versicherungspflicht aus, um Landwirte abzusichern. Dies sei auch für künftige Investitionen wichtig. Bislang sind lediglich zwölf Prozent der landwirtschaftlichen Produktion in der EU gegen Schäden versichert.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte vor zwei Wochen in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union unter anderem eine europäische Wasserinitiative angekündigt. Zudem sagte von der Leyen zu, sich um die bestehende Lücke bei den landwirtschaftlichen Versicherungen zu kümmern.

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