Stefan Effenberg stuft deutsche Nationalelf nur noch als Mitläufer ein
28. September 2026 · 1 Min. Lesezeit

Der frühere deutsche Nationalspieler Stefan Effenberg hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp die Zugehörigkeit zur Weltspitze abgesprochen. In einem Beitrag für das Internetportal „t-online.de“ bezeichnete der 58-Jährige die DFB-Auswahl ungeachtet der jüngsten Trainerbesetzung als „nur noch Mitläufer im Weltfußball“. Diese Realität könne niemand mehr leugnen oder schönreden.
Effenberg kritisierte dabei die sportlichen Darbietungen in den ersten Begegnungen unter Klopps Führung. Bereits das 1:1 gegen die Niederlande bei dessen Einstand sei glücklich gewesen. Auch bei der anschließenden Partie gegen Griechenland habe das Team enttäuscht. Dass die griechische Mannschaft defensiv und tief stehend agieren würde, sei vorhersehbar gewesen. Dennoch hätten weder die Spieler noch Klopp und dessen Trainerstab ein Rezept oder eine spielerische Lösung gegen diese bekannte Taktik gefunden.
Zwar räumte der ehemalige Profi des FC Bayern München ein, dass nach einer kurzen Vorbereitungsphase kein Zauberfußball erwartet werden könne. Dennoch äußerte er sich alarmiert über den fehlenden Fortschritt. Der zweite Auftritt habe an viele Länderspiele unter Klopps Vorgängern in den vergangenen Jahren erinnert. Da keine neue Spielidee sichtbar gewesen sei, müsse die Entwicklung trotz aller langfristigen Perspektiven Sorgen bereiten.
Zugleich mahnte Effenberg eine rasche Besserung an. Zwar verfüge der neue Bundestrainer über viel Kredit, er stehe jedoch unter Zugzwang. Sollte sich in den kommenden Begegnungen keine Besserung einstellen, werde sich der Ton gegenüber Klopp zügig verschärfen. Im Nationalteam stehe der Trainer vor strukturellen Grenzen, da er anders als im Vereinsfußball keine Akteure für 100 Millionen Euro einkaufen könne. Klopp müsse stattdessen mit dem Personal arbeiten, das die Klubs liefern. Auch das Aufgebot von 44 Spielern im erweiterten Kader ändere an diesem Dilemma wenig.
Nach Einschätzung Effenbergs wird der sportliche Umbruch mehr Zeit in Anspruch nehmen, als viele wahrhaben wollen. Die Qualität, die die deutsche Mannschaft derzeit vorweisen könne, sei von führenden Fußballnationen wie Spanien, England, Frankreich und Argentinien weit entfernt.
Weitere Meldungen
Josef Hirscher und Erwin Knäussel feiern runde Geburtstage in Salzburg
vor 8 Stunden1 Min. Lesezeit
In Wals eröffnet Anfang November ein neuer Concept Store mit Café
vor 11 Stunden1 Min. Lesezeit
Sanierung der Berliner Philharmonie soll rund 800 Millionen Euro kosten
vor 11 Stunden1 Min. Lesezeit
In Österreich bleibt es in den kommenden Tagen weiter trocken
vor 11 Stunden1 Min. Lesezeit