Steirerkraft investiert 30 Millionen Euro in Standort in St. Ruprecht an der Raab

vor 8 Stunden · 1 Min. Lesezeit

Euro-Banknoten neben hölzernen Scrabble-Buchstaben, die das Wort „Gehalt“ bilden, symbolisieren finanzielle Einnahmen und die Lohnabrechnung.
Foto: Marta Branco / Pexels

Der steirische Kernölproduzent Steirerkraft hat den Ausbau seines Standorts in Wollsdorf in der Gemeinde St. Ruprecht an der Raab abgeschlossen und dort 30 Millionen Euro investiert. Die zur Alwera-Gruppe gehörende Marke übernahm das Nachbargrundstück der Obstfirma „Frisch saftig steirisch“ und baute die bestehenden Hallen innerhalb von etwas mehr als einem Jahr um. Anlieferung, Kernölproduktion, Abfüllung, Lagerung und Auslieferung sind nun direkt an der B64 auf einem 15 Hektar großen Areal gegenüber dem Siemens-Energy-Werk zusammengeführt.

Mit der Inbetriebnahme wurden die innerbetrieblichen Transportwege verkürzt und die Abfüllung aus dem bisherigen Mietstandort Dietmannsdorf nach Wollsdorf übersiedelt. Bis zum kommenden Jahr sollen auch die Anlagen aus 13 bisherigen Lagern folgen, die im Zuge der Bündelung aufgelassen werden. Für den Umschlag von Kürbiskernen, Käferbohnen und weiteren Lebensmitteln steht eine 4000 Quadratmeter große Logistikzone mit 4000 Palettenplätzen für Verpackungen zur Verfügung, an der bis zu zehn Lastwagen parallel abgefertigt werden können.

Zusätzlich flossen knapp zehn Millionen Euro in Energiemaßnahmen am Standort, an dem unter anderem 29 Elektrostapler betrieben werden. Geschäftsführerin Martina Hubmann verwies anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums des Betriebs auf die Entwicklung der Belegschaft, die von rund zehn Personen vor 27 Jahren auf gegenwärtig 300 Beschäftigte gewachsen sei. Bei der Präsentation der Erweiterung war auch die steirische Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) anwesend.

Alwera-Vorstandsmitglied Andreas Cretnik kündigte weitere Ausbauschritte bis 2040 und eine fortschreitende Vollautomatisierung an, die jedoch nicht zu einem Personalabbau führen soll. Das Unternehmen strebt zudem einen Zuwachs bei den rund 1000 Vertragslandwirten an und forscht über eine Beteiligung an der Saatgut Gleisdorf an krisenresistenten Sorten. Bei einer aktuellen Exportquote von 55 bis 60 Prozent und einer jährlichen Kernölproduktion im einstelligen Millionenbereich peilt die Marke künftig die Expansion nach Übersee an.

Mehr zum Thema

Weitere Meldungen