Türkei setzt nach Krise bei Investmentfonds ein Kontrollgremium ein
vor 4 Stunden · 1 Min. Lesezeit

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in Ankara die Gründung eines Kontrollgremiums zur Überwachung der Abwicklung zahlreicher Investmentfonds angekündigt. Der Koordinierungsrat unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten soll nach einer Krise auf dem Finanzmarkt eingesetzt werden, um die Rechte der betroffenen Anleger zu schützen. Erdogan beauftragte zudem die staatliche Kontrollbehörde mit der Untersuchung von Unregelmäßigkeiten.
Zuvor hatte die türkische Kapitalmarktaufsicht die Zwangsauflösung von mehr als 100 Investmentfonds angeordnet. Von dieser Liquidation sind fast eine halbe Million Anleger betroffen.
Hintergrund der Maßnahmen sind mutmaßliche Kursmanipulationen bei wenig gehandelten Aktien an der türkischen Börse. Diese hatten bei mehreren Fonds zu schweren Verlusten geführt. Als Anleger daraufhin ihr Geld zurückforderten, gerieten die Fonds in Zahlungsnot, weil sie die erforderlichen Mittel nicht schnell genug beschaffen konnten.
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