Unternehmen in Österreich können Rechnungen ab Oktober digital ausstellen

Österreichische Unternehmen können Rechnungen ab dem 1. Oktober verstärkt in digitaler Form anbieten. Wie das Finanzministerium am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, ist die Ausgabe von Belegen künftig etwa per E-Mail oder per App möglich. Die Neuerung soll Firmen entlasten und das Aufkommen an Papierrechnungen reduzieren.
Die gesetzliche Belegerteilungspflicht bleibt unverändert aufrecht. Die Nutzung des digitalen Belegs ist für Unternehmen freiwillig. Papierrechnungen bleiben weiterhin zulässig und müssen auf Wunsch von Kundinnen oder Kunden ausgestellt werden. Zudem müssen Betriebe weiterhin sicherstellen, dass die Kundschaft den Beleg tatsächlich mitnimmt, unabhängig davon, ob dies in Papierform oder digital geschieht.
„Denn nur die Mitnahme der Rechnung garantiert, dass der geleistete Steuerbetrag auch richtig ankommt“, sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) laut der Mitteilung. Um möglichen Steuerbetrug zu verhindern, kündigte das Amt für Betrugsbekämpfung zeitgleich Schwerpunktkontrollen an. Die Finanzpolizei legt dabei einen gesonderten Fokus auf bargeldintensive Branchen.
Das Ministerium begründet den Schritt auch mit dem Umweltschutz. Nach Schätzungen werden in Österreich täglich rund 1.500 Kilometer Rechnungen ausgedruckt. Mit der jährlichen Menge ließe sich die gesamte Stadt Steyr mit Belegen zudecken.
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