Mehrfamilienhäuser in Deutschland eignen sich laut Techem überwiegend für Wärmepumpen
vor 42 Minuten · 1 Min. Lesezeit

Ein Großteil der Mehrfamilienhäuser in Deutschland ist nach einer Auswertung des Gebäudedienstleisters Techem technisch für den Einsatz von Niedertemperatur-Heizungen wie Wärmepumpen geeignet. Das Unternehmen aus Eschborn hat dafür die Wärmedaten von 1,1 Millionen Wohnungen ausgewertet.
Rund 40 Prozent des Bestands an Mehrfamilienhäusern können demnach bereits ohne den Austausch von Heizkörpern auf Niedertemperatursysteme wie Wärmepumpen oder Niedertemperatur-Wärmenetze umgestellt werden. „Mit einem Heizkörpertausch steigt dieser Anteil auf rund 80 Prozent“, erklärte ein Sprecher. Werden zusätzlich Niedertemperaturheizkörper mit Gebläse eingesetzt, liegt die Eignung bei rund 90 Prozent. Lediglich die restlichen zehn Prozent benötigen größere Umbauten wie die Umstellung auf Fußboden- oder Flächenheizungen sowie zusätzliche Dämmung, wie aus dem Bericht hervorgeht.
„Unter allen betrachteten Heizsystemen wiesen die mit Wärmepumpen versorgten Mehrfamilienhäuser im Jahr 2025 die niedrigsten Wärmekosten pro Quadratmeter auf“, heißt es im „Techem Atlas für Energie, Wärme und Wasser 2026“. Im Schnitt zahlten Haushalte in Mehrfamilienhäusern mit Wärmepumpen für die reine Raumheizung rund 8,80 Euro pro Quadratmeter. Wurde die Heizung mit Holzpellets betrieben, waren im Schnitt 9,36 Euro fällig, bei Ölheizungen 12,97 Euro, bei Erdgas 13,92 Euro und bei Fernwärme 16,02 Euro je Quadratmeter. Während die Verbrauchskosten bei Wärmepumpen seit 2021 weitgehend stabil geblieben seien, verzeichneten konventionelle Heizsysteme deutliche Anstiege. Ein Grund dafür ist laut Analyse auch, dass die strombetriebenen Wärmepumpen im untersuchten Bestand in gut gedämmten Gebäuden installiert sind.
Bei den durchschnittlichen Heizkosten gab es 2025 deutliche regionale Unterschiede. Am teuersten war das Heizen im Saarland mit 14,50 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 12,77 Euro und Hessen mit 12,76 Euro. Die niedrigsten Durchschnittskosten verzeichnete Berlin mit 10,34 Euro pro Quadratmeter vor Nordrhein-Westfalen mit 10,69 Euro und Bremen mit 10,72 Euro. Unter den Städten entfielen die höchsten Werte auf Ravensburg mit 13,34 Euro, Reutlingen mit 13,22 Euro und Sömmerda mit 13,10 Euro pro Quadratmeter. Am wenigsten zahlten Mieter in Bielefeld mit 8,99 Euro sowie in Rheine und Würzburg mit jeweils 9,93 Euro.
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