Schwache Arbeitsmarktdaten treiben die Wall Street zum Wochenschluss an
vor 33 Minuten · 1 Min. Lesezeit

Die US-Börsen haben am Freitag mit Kursgewinnen geschlossen und eine überwiegend verlustreiche Woche beendet. Auslöser des Anstiegs waren unerwartet schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA. Außerhalb der Landwirtschaft entstanden im vergangenen Monat 29.000 neue Stellen, während von Reuters befragte Ökonomen im Schnitt mit 90.000 gerechnet hatten. Die Zahlen dämpften an den Finanzmärkten die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen noch im Oktober anheben könnte.
Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 51.177 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 7723 Zähler, und der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 1,2 Prozent auf 27.191 Punkte zu. In der gesamten Wochenbilanz verlor der Dow 1,3 Prozent, während der S&P 500 um 0,3 Prozent nachgab. Der Nasdaq verzeichnete auf Wochensicht hingegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent.
An den Märkten sank nach Veröffentlichung der Daten die geschätzte Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt der Fed um 25 Basispunkte im Oktober auf etwa 21 Prozent. Vor Bekanntgabe des Berichts hatte die Quote bei rund 26 Prozent gelegen, vor einer Woche noch bei 64 Prozent. Robert Bernstone, Handelschef bei SummitTX Capital, sagte dazu: „Die heutigen Nachrichten sind insofern in Ordnung, als sie bedeuten, dass die Wirtschaft nicht boomt. Aber es gibt eine Sorge um die Wirtschaft, es gibt eine Sorge um die Inflation, also ist vorsichtiger Optimismus die Art und Weise, wie die Leute die Lage sehen.“
Unter den Einzelwerten verbuchten die Aktien von Tesla ein Plus von 4,7 Prozent, und die Papiere von Nvidia gewannen 1,3 Prozent. Dagegen verloren die Anteile von Nike 3,6 Prozent, nachdem das Unternehmen einen überraschend deutlichen Umsatzrückgang für das Gesamtjahr prognostiziert hatte. Die Aktien der Speicheranbieter Western Digital und Seagate Technology brachen um rund zehn Prozent ein. Hintergrund war ein Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“, wonach Toshiba seine Produktionskapazitäten für Festplatten für KI-Rechenzentren verdoppeln will.
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