US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verringert Zahl der Generäle um 20 Prozent
vor 6 Stunden · 1 Min. Lesezeit

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei seiner jährlichen Rede vor der Militärspitze auf dem Stützpunkt Quantico südwestlich von Washington eine Reduzierung der ranghöchsten Offiziere und Planstellen um 20 Prozent bekanntgegeben. Die Streitkräfte hätten zehn Prozent der Generäle und Admirale entlassen, während die Gesamtzahl der Planstellen um weitere zehn Prozent verringert werde. Zudem kündigte Hegseth an, dass der Tech-Milliardär Elon Musk künftig die Erforschung neuer Formen der Kriegsführung für das US-Verteidigungsministerium mitleiten soll.
Die Verringerung der Spitzenposten fällt damit doppelt so hoch aus wie zuvor angekündigt. Nach Pentagon-Angaben von Ende Juli gab es zuletzt rund 850 Generäle und Admirale. Laut der Washington Post befehligen diese mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten im aktiven Dienst sowie fast 800.000 Angehörige der Nationalgarde und der Reserve. Von den Kürzungen waren Frauen und Afroamerikaner überdurchschnittlich stark betroffen.
Hegseth hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 im Auftrag von Präsident Donald Trump bereits mehrere Führungskräfte entlassen. Ende Februar setzte er wenige Tage vor Beginn des Iran-Kriegs Generalstabschef Charles Q. Brown Jr. und Marine-Oberbefehlshaberin Lisa Franchetti ohne Nennung von Gründen ab. Andere Vertreter schieden freiwillig aus, darunter Anfang September der für das Heer zuständige Staatssekretär Dan Driscoll nach Auseinandersetzungen mit Hegseth.
Musk soll gemeinsam mit weiteren prominenten Personen das sogenannte „Projekt Meridian“ leiten. Hegseth nannte als Ziel des Vorhabens, Bereiche zu identifizieren, die das Militär erobern müsse, sowie Fähigkeiten, die beherrscht werden müssten. Im Mittelpunkt stehen dabei autonome Systeme und Künstliche Intelligenz für Angriffe ohne direkten menschlichen Eingriff.
Ergebnisse des Projekts erwartet das Pentagon innerhalb von 120 Tagen. Hegseth erklärte in Quantico zudem, dass bisherige Programme für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion in der Armee keinen Platz mehr hätten. Kritiker auch unter den Republikanern im Kongress werfen dem Minister vor, bei den Personalentscheidungen vor allem auf politische Loyalität gegenüber Trump zu achten.
Weitere Meldungen
Bundesgesundheitsminister Linnemann lehnt Kostendeckel bei der Pflege ab
vor 11 Stunden1 Min. Lesezeit
Polizei geht mit Razzia gegen bundesweit aktive Prüfungsbetrüger vor
vor 14 Stunden1 Min. Lesezeit
Der Preis für das Deutschlandticket steigt im Januar auf 66,80 Euro
vor 16 Stunden1 Min. Lesezeit
Finanzexperten erwarten ungeachtet hoher Anleiherenditen weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten
vor 18 Stunden1 Min. Lesezeit