Verkehrsclubs raten Autofahrern zur Nutzung von Vergleichs-Apps und sparsamer Fahrweise

vor 52 Minuten · 1 Min. Lesezeit

Mann in einem geparkten Auto, der ein Smartphone benutzt, trägt eine blaue Mütze und eine rote Jacke. Tagsüber Fahrtszene.
Foto: Norma Mortenson / Pexels

Angesichts des Tankrabatts haben der ADAC und der Auto Club Europa Autofahrern zur Nutzung von Preisvergleichs-Apps sowie zu einer veränderten Fahrweise geraten. Mehr als 40 zugelassene Dienste beziehen ihre Daten direkt von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt, wie aus einer Übersicht der Behörde hervorgeht. Auch Kartendienste wie Google Maps zeigen aktuelle Preise an den Tankstellen an.

Nach Angaben von Lorenzo Walcher vom ADAC ist das Tanken vormittags vor dem Preisanstieg um zwölf Uhr am günstigsten. Wer vorab per App die Preise prüfe, finde häufig Angebote im näheren Umfeld. Jeannine Ulm vom Auto Club Europa empfahl, regelmäßig genutzte Stationen als Favoriten zu hinterlegen und Preisalarme einzustellen. Zugleich warnte sie vor weiten Wegen zu billigeren Anbietern, da zusätzlicher Verbrauch und Zeitaufwand den Vorteil aufzehren könnten.

Ein Umweg von fünf Kilometern rentiert sich nach Berechnung von Ulm bei einem leeren Tank erst ab einem Preisunterschied von mindestens zwei Cent je Liter Kraftstoff. Bedenken gegenüber Discountern seien unbegründet, da Kraftstoffe in Deutschland genormt seien. Zur Senkung des Verbrauchs rät der ADAC Hessen-Thüringen zudem zu einem geringeren Tempo. Ein Auto mit Ottomotor verbrauche bei einem mittleren Tempo von 100 Kilometern pro Stunde rund 6,7 Liter Super auf 100 Kilometern, bei Tempo 160 steige der Wert dagegen auf 10,1 Liter.

Bei einem angenommenen Literpreis von 2,30 Euro verursacht das schnellere Fahren auf 100 Kilometern Mehrkosten von etwa 7,82 Euro. Weitere Einsparungen lassen sich durch frühes Hochschalten erzielen, um Motordrehzahlen über 2000 Umdrehungen pro Minute zu vermeiden. Bereits ein um 0,3 Bar verringerter Reifendruck erhöht laut dem Club den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffbedarf. Zusätzliche 100 Kilogramm Last im Fahrzeug oder in Aufbauten führen zu einem Mehrverbrauch von bis zu 0,3 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern.

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