Gemeindevertreter fordern bessere Bedingungen für Kassenärzte am Land

vor 22 Stunden · 1 Min. Lesezeit

Ein Taxi mit auffälliger Lackierung fährt über eine verschneite Brücke in Toronto und fängt so die Essenz des Reisens im Winter ein.
Foto: Karan Dalal / Pexels

Knapp 70 Prozent von 1000 befragten Bürgermeistern und Gemeindevertretern wünschen sich bessere Arbeitsbedingungen für Kassenärzte, um Mediziner für die Arbeit in Ordinationen zu motivieren. Zudem machen sich laut einer aktuellen Erhebung 36,2 Prozent der Befragten ernsthafte Sorgen um die medizinische Versorgung in den nächsten fünf Jahren.

Ein zentraler Streitpunkt bei der Attraktivierung des Berufs am Land bleibt die Abgabe von Medikamenten direkt beim Arzt über Hausapotheken. Während Apotheker die Regelung ablehnen, drängen Mediziner auf eine Anpassung der Gesetzeslage. „Es profitiert vor allem der Patient, weil er nicht mühsam zur nächsten Apotheke fahren muss oder Verwandte um Hilfe bitten muss“, sagte Silvester Hutgrabner von der Ärztekammer. Rechtlich ungeklärt ist demnach auch, wie Hausapotheken gehandhabt werden, wenn sich Ärzte in Versorgungsnetzwerken zusammenschließen.

Die Kommunen versuchen unterdessen mit eigenen Maßnahmen gegenzusteuern. Wie Manfred Sampl, Ortschef von St. Michael und Gemeindeverbandspräsident, mitteilte, bemühen sich Gemeinden um gute Bedingungen für Mediziner vor Ort. Das Angebot reicht dabei von günstigen Praxisräumen bis hin zu Leistungen bei der Kinderbetreuung.

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