Klagenfurt berät bei Zukunftsdialog über städtische Klimaschutzmaßnahmen

28. September 2026 · 1 Min. Lesezeit

Schöne Nachtansicht einer alten Kirche unter der lebhaften Milchstraße in Klagenfurt, Österreich.
Foto: Peter Mikl / Pexels

Beim Zukunftsdialog „Klagenfurt moves forward“ im Lakeside Park haben Vertreter aus Politik und Wissenschaft über die städtischen Maßnahmen zur Emissionsminderung und Klimawandelanpassung beraten. Die Kärntner Landeshauptstadt nimmt an der EU-Mission „100 klimaneutrale und smarte Städte bis 2030“ teil.

Bürgermeister Christian Scheider betonte, dass Klagenfurt bereits seit vielen Jahren entsprechende Vorhaben umsetze. Umwelt-Abteilungsleiter Wolfgang Hafner sei seit 2011 eine treibende Kraft. „Klagenfurt verfolgt diese Maßnahmen schon lange. Wir nehmen eine Vorreiterrolle in Österreich ein und haben bereits gute Ergebnisse erzielt“, sagte Scheider. Die Treibhausgasemissionen seien seit 2018 deutlich gesunken, während sich die Fahrgastzahlen in den Bussen seit 2019 verdoppelt hätten.

Vizebürgermeister Ron Rabitsch (SPÖ) stellte das Projekt „Cool Down“ vor, das unter anderem das Setzen von 1000 Bäumen zur Kühlung der Stadt sowie Entsiegelungen umfasst. Stadträtin Sandra Wassermann (FPÖ) verwies auf anstehende Vorhaben bei der Kläranlage und der Biogasumlage, für die Investitionen von 80 Millionen Euro vorgesehen sind. Zudem sprach Wassermann den Wunsch nach einer vierten Buslinie im Zehn-Minuten-Takt an, wofür eine Million Euro an zusätzlichen Mitteln benötigt werde.

Landesrätin Maria Lagger-Pöllinger (SPÖ) verwies auf die Auswirkungen von Hitze sowie Schäden in der Landwirtschaft. Jürgen Schneider aus dem Bundesministerium für Umwelt und Klima erklärte, Standorte würden unattraktiver, wenn nicht in den Klimaschutz investiert werde. Zudem nahm die OECD-Beauftragte Teresa Steininger an der Veranstaltung teil.

Die online zugeschaltete Ökonomin Sigrid Stagl, Wissenschaftlerin des Jahres 2024, mahnte zu weiteren Anstrengungen. „Wir waren beim Klimaschutz lange Nachzügler, müssen schauen, dass wir endlich in die Gänge kommen“, sagte Stagl. Die durch Untätigkeit entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden könnten das Dreifache der Summen betragen, die für vorbeugende Klimaschutzmaßnahmen notwendig sind.

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